Archive for ‘Lohnsteuerkarte’

28 Oktober, 2015

Wer oder was ist „ELENA“?

Seit dem 1. Januar 2010 sind alle Arbeitgeber verpflichtet, die Entgeltdaten ihrer Beschäftigten an die „Zentrale Speicherstelle“ zu übermitteln. Bei dieser handelt es sich um eine neue Behörde, deren Aufgabe es ist, anderen Behörden Daten zur Verfügung zu stellen- dies ermöglicht in Zukunft z.B. eine schnellere Bearbeitungvon Anträgen auf Sozialleistungen. So können seit dem 1. Januar 2010 berechtigte Stellen wie die Agenturen für Arbeit, sowie Wohn- und Elterngeldstellen Daten bei der „Zentralen Speicherstelle“ abrufen. Sorgen machen, dass die Daten an unbefugte Dritte gelangen könnten, muss man sich nicht.
ELENA ist die Abkürzung für „elektronischer Entgeldnachweis“ und soll in Zukunft über jede beliebige, nach einheitlichem Standard funktionierende Signaturkarte mit Chip (EC-/Maestro-Card, eGK, ePA etc.) ablaufen. Ab 2012 sollen dann verpflichtend die Bescheinigungsabrufe starten.
Natürlich gibt es wie so oft, Pro- und Contra-Meinungen. Für die Verantwortlichen ist es „ein Meilenstein zum Abbau bestehender Bürokratie und deren Kosten“, für verschiedene Datenschützer ist „die millionenfache Sammlung von Arbeitnehmerdaten bei der Zentralen Speicherstelle eine unzulässige Datenspeicherung auf Vorrat, da nicht abzusehen sei, ob die Daten überhaupt jemals benötigt werden.“
Da die Lohnabrechnungen bei HAPPY FAMILY über ein Steuerbüro laufen, schließen wir uns natürlich automatisch diesem Verfahren an. Weitere Informationen zu diesem Thema hier

31 August, 2015

Lohnsteuerkarte

LohnsteuerkarteDie Lohnsteuerkarte gehört zu den Arbeitspapieren. Zu Beginn eines jeden Arbeitsverhältnisses in Deutschland muss der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber seine Lohnsteuerkarte einreichen.
Doch woher bekommt man eigentlich eine Lohnsteuerkarte?
Die Lohnsteuerkarte wird von der Wohnortgemeinde des Arbeitnehmers unentgeltlich ausgestellt. Der Antrag auf Ausstellung kann telefonisch, persönlich oder schriftlich gestellt werden. Sogar ein Online Antrag ist mittlerweile in vielen Städten möglich, z. B. in Köln. Nach Ausfüllung des Formulars, wird die Karte nach wenigen Tagen zugesandt. Im Falle des Verlustes der Karte kann problemlos eine Zweite gegen eine Bearbeitungsgebühr von 5 € ausgestellt werden. Die Lohnsteuerkarte muss einmalig beantragt werden, danach erfolgt eine automatische Zustellung für die Folge-Jahre. Lediglich Änderungen in der Anschrift müssen der zuständigen Behörde mitgeteilt werden. Erst wenn der jährliche Steuerfreibetrag von € 7664 überschritten wird, fallen Abgaben an.

Besonders in der Touristikbranche tummeln sich viele schwarze Schafe: Arbeitgeber melden ihre Mitarbeiter häufig gar nicht oder im Ausland an. So werden Arbeitsverträge in der Schweiz oder Türkei geschlossen, um deutsches Arbeitnehmerschutzrecht zu umgehen. Dies bedeutet für den Arbeitnehmer oftmals viel höhere Abgaben als in Deutschland und den Verlust jeglicher Sicherheit.
Wichtig: Um Ärger zu vermeiden, ist es darauf zu achten, dass man ordnungsgemäß von seinem Arbeitgeber angemeldet wird. Dies geschieht unter anderem über die Abgabe der Lohnsteuerkarte!
„In der heutigen Zeit ist es wichtig einen seriösen Arbeitgeber zu finden. Für uns als Dienstleister in der Freizeit- und Touristikbranche ist es mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden unsere Mitarbeiter ordnungsgemäß an- und abzumelden. Trotzdem können und wollen wir nicht darauf verzichten. Eine übersichtliche und verständliche Gestaltung der Arbeitsverhältnisse ist Teil unserer Unternehmensphilosophie. Das sind wir uns und unseren Mitarbeiter schuldig.“, so Susanne Schönwälder (Human Ressources, Happy Family Animation).