Archive for ‘Haftpflichtversicherung’

19 Februar, 2017

Der Arbeitsvertrag – Drum prüfe wer sich als Animateur/in bindet!

Ohne einen Arbeitsvertrag geht grundsätzlich gar nichts, deswegen gilt es den Vertrag in aller Ruhe durchzulesen. Wichtig ist immer, dass der Vertrag deutschem Arbeitsrecht unterliegt. Große Vorsicht ist geboten bei Verträgen in einer Fremdsprache, es sei denn, man beherrscht diese verhandlungssicher. Auch ist es höchst unseriös z.B. bei einem Casting sich unter Druck setzen zu lassen und einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben.

Folgende Fragen müssen im Arbeitsvertrag geklärt sein:

Sind Einsatzort und Zeitraum konkret aufgeführt?
Ist die genaue Tätigkeit beschrieben?
Wie sind die Arbeitszeiten geregelt und gibt es einen freien Tag pro Woche?
Werde ich vom Arbeitgeber nach deutschem Recht versichert und angemeldet?
Wie steht es um eine kostenfreie Haftpflichtversicherung über den Arbeitgeber?
Ist man auch im Ausland auch weiterhin krankenversichert?

Bei seriösen Unternehmen werden diese Fragen alle ordnungsgemäß beantwortet und die Vorfreude auf den Einsatz als Animateur/in kann losgehen.

7 Februar, 2017

Vorsicht bei schweizer Arbeitsverträgen!

Bevor man einen Arbeitsvertrag als Animateur/in unterschreibt, sollte man darauf achten, dass dies möglichst kein schweizer Arbeitsvertrag ist. Auch wenn die Firma oder der Veranstalter aus Deutschland ist, kann es passieren, dass man dennoch einen schweizer Arbeitsvertrag vorgelegt bekommt. Ist dies der Fall, dann kommen Kosten auf einen zu, mit denen man eigentlich nicht gerechnet hat und die man mit einem deutschen Arbeitsvertrag grundsätzlich nicht hat. Denn der schweizer Arbeitgeber ist nicht verpflichtet für die Animateure eine Krankenversicherung abzuschließen. Lediglich eine Unfallversicherung ist im Arbeitsvertrag vorgesehen. Nach Vertragsabschluss mit einem schweizer Arbeitsvertrag müssen sich die Animateure anschließend selber krankenversichern und dies kann monatlich rund EUR 200,- kosten. Diesen Beitrag muss man also von seinem vereinbarten Gehalt von vorneherein abziehen.

Unterschreibt man jedoch einen deutschen Arbeitsvertrag mit einer seriösen deutschen Agentur, dann ist die Krankenversicherung, als auch die Unfallversicherung inklusive. Kosten kommen auf die Animateure keine zu. Auch gelten diese Versicherungen europaweit. Bei der Agentur HAPPY FAMiLY Animation sind die Animateure darüberhinaus auch noch kostenfrei haftpflichtversichert. Hierbei sind Schäden, die von den Animateuren gegenüber Personen (Gästen) verursacht werden bis zu EUR 2 Mio. und verursachte Sachschäden bis zu EUR 1 Mio. und Vermögensschäden bis zu EUR 100.000,- abgedeckt.

9 September, 2015

Müssen Animateure haftpflichtversichert sein?

Eine Haftpflichtversicherung für Animateure ist ein Versicherungsvertrag, der einen Animateur zum Ausgleich von Vermögensnachteilen in Folge der gegen den Animateur gerichteten Schadensersatzansprüche verpflichtet. Ein Anspruch auf Versicherungsleistungen besteht, wenn der Animateur seine Sorgfaltspflicht schuldhaft verletzt hat (deliktische Haftung) bzw. sich gefahrerhöhend verhalten hat (Gefährdungshaftung) und dadurch einem Dritten Schaden zugefügt hat. Darüber hinaus gewährt die Haftpflichtversicherung bei unberechtigten Ansprüchen passiven Rechtsschutz.

Die meisten Haftpflicht-Versicherungen sind freiwillig. Zwingend sind Haftpflichtversicherungen lediglich in den Bereichen, die der Gesetzgeber für besonders risikoträchtig hält. Wegen der Betriebsgefahr, die von einem Kraftfahrzeug ausgeht, müssen beispielsweise Fahrzeughalter eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Wegen der Gefahr, die vom Gebrauch von Schusswaffen ausgeht, bedürfen Jäger einer Jagdhaftpflichtversicherung. Keine Verpflichtung zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung besteht im Bereich der Arzthaftung für Mediziner, Krankenhäuser und sonstige Heilberufe sowie Tierhalter.

Die private Haftpflichtversicherung schützt den Versicherungsnehmer vor den Schäden, die er im Rahmen seiner privaten Lebensführung schuldhaft verursacht. Besteht kein Versicherungsschutz, muss der Schadensverursacher für Schäden mit seinem gegenwärtigen Vermögen und bis zu 30 Jahre im Rahmen seiner Leistungsfähigkeit eintreten.

Betriebshaftpflichtversicherung sehen häufig eine Selbstbeteiligung vor, um den Versicherungsbeitrag in wirtschaftlich vernünftigem Rahmen zu halten. (bis hierhin ausschnittsweise aus wikipedia.de)

Selten ist es jedoch üblich, dass ein Arbeitgeber für seine Animateure freiwillig eine Haftpflichtversicherung abschließt und dies auch noch im Arbeitsvertrag zusichert. Bei Happy Family Animation sind alle Animateure im Bereich der Kinder- und Familien- und Sportanimation automatisch haftpflichtversichert – ohne Selbstbeteiligung. Versicherungsschutz besteht je Versicherungsfall bis zur Höhe von EUR 2 Mio. für Personenschäden, EUR 1 Mio. für Sachschäden und EUR 100.000,- für Vermögensschäden. Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Happy Family Animateurin hat im Sommer 2008 beim Reinigen von Bocciakugeln aus Versehen eine Kugel ins Waschbecken fallen lassen und somit war das Waschbecken beschädigt. Das Waschbecken war aber Bestandteil eines Waschtisches und beides musste somit ersetzt werden. Die Gesamtkosten in Höhe von EUR 1.622,- (!) hat dann die Haftpflichtversicherung komplett übernommen.

Darum ist Animateuren vor Abschluss eines Arbeitsvertrages immer anzuraten sich zu erkundigen, ob man im Rahmen seiner Tätigkeit in der Animation auch über den Arbeitgeber haftpflichtversichert ist, am besten natürlich ohne finanzielle Selbstbeteiligung.

1 August, 2015

Wer haftet bei Unfällen, die sich während der Animationsaktivität ereignen?

Der Job eines Animateurs ist spannend, interessant und erfüllend – dennoch scheuen nicht wenige Interessenten den Schritt zur Bewerbung. Häufig herrscht Angst vor der hohen Verantwortung, denn was passiert, wenn während der Arbeit des Animateurs etwas schief geht? Was, wenn ein Kind, das sich in der Obhut des Kids-Animateurs befindet, sich verletzt, oder etwas Teures zu Bruch geht? Wird dann der Animateur mit horrenden Schadensersatzsummen konfrontiert? Kann er gar strafrechtlich belangt werden? Die Antwort gleich vorweg: Nein, das kann er in der Regel nicht, denn in Schadensfällen greift die Haftpflichtversicherung.

Eine Haftpflichtversicherung ist eine freiwillige Versicherung, die den Versicherungsnehmer von Schadensersatzansprüchen Dritter freistellt. Das heißt, der Versicherte muss für den Schaden nicht selbst finanziell gerade stehen, sondern die Versicherung begleicht die Schadenssumme. Zugleich dient sie der Ergänzung der Rechtsschutzversicherung, und zwar im Fall unbegründeter Schadensersatzforderungen. Fordert ein Dritter also vom Versicherten Schadensersatz für einen Schaden, den er gar nicht verursacht hat, so kümmert sich die Haftpflichtversicherung um die juristische Abwehr dieser Forderung. In einigen wenigen Fällen jedoch greift die Versicherung nicht – insbesondere, wenn der Versicherte einen Schaden vorsätzlich herbeigeführt hat.

Mitarbeiter von HAPPY FAMiLY Animation müssen keine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben, um gegen Schadensersatzforderungen abgesichert zu sein. Der Arbeitsvertrag von HAPPY FAMiLY Animation enthält einen speziellen Passus über eine Spezial-Haftpflichtversicherung, die für den Arbeitnehmer für die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses abgeschlossen wird. Sie deckt Sachschäden bis zu 500.000 Euro sowie Schäden, die von dem Animateur gegenüber Gästen verursacht wurden bis zu einem Betrag von 1,5 Mio. Euro.

Diese Spezial-Versicherung dient im Grunde der doppelten Absicherung des Mitarbeiters, denn rechtlich gesehen ist eine Animationsagentur lediglich als Erfüllungsgehilfe der Ferienanlage tätig, in dem der Animateur arbeitet. Das heißt im Klartext, dass eigentlich und in erster Linie die Ferienanlage gegenüber den Gästen haften muss. Bietet ein Hotel seinen Gästen ein Animationsprogramm an (egal ob Indoor oder Outdoor), so haftet es auch für Unfälle von Gästen, die sich im Zuge dieser Aktivitäten ereignen. Ebenso ist das Hotel dafür verantwortlich, dass sich Sportgeräte und Ausrüstung in gefahrlosem Zustand befindet.

Für Animateure bedeutet das, dass sie ihre Arbeit mit Freude und Unternehmungslust ausführen können, ohne stets das Schreckgespenst der Strafverfolgung im Nacken sitzen zu haben. Im Schadensfall haftet erst einmal die Ferienanlage für den Schaden. Für den Fall der Fälle ist ein Animateur zudem durch eine Haftpflichtversicherung (so diese privat oder über den Arbeitsvertrag abgeschlossen wurde) doppelt abgesichert. Dennoch – ein professioneller Animateur sollte die nötige Umsicht besitzen, um das Risiko eines Unfalls minimal zu halten. Denn so sind am Ende alle glücklich: das Hotel, der Animateur und natürlich die Gäste, die wohlbehalten und erholt aus dem Urlaub zurückkehren.